Aktuell

THEATER TRIFFT SKULPTUR
ZWEITER AKT: STAHL
Sandro Antal

Das Kooperationsprojekt von Kulturteam und Schlossfestspielen Neersen THEATER TRIFFT SKULPTUR geht in die zweite Runde. War es letztes Jahr Stein, so flankieren in diesem Jahr während der Festspiele Stahlskulpturen von Sandro Antal den Weg rund ums Schloss Neersen.

Ausstellungseröffnung: Sonntag, 10. Juni 2018, 11 Uhr
Grußworte: Josef Heyes, Bürgermeister, und Jan Bodinus, Intendant der Schlossfestspiele Neersen
Einführung: Jutta Saum, Kunsthistorikerin Stadt Willich
Ausstellungsdauer: 10. Juni bis 2. September 2018
Ort: Skulpturenpark Schloss Neersen, 4877 Willich

Hier geht es zum Flyer: Skulpturenpark Schloss Neersen [ PDF: 920 kB ]

Und hier geht es zum Rundgang:

Gib mir einen Punkt I - a   Gib mir einen Punkt I - c
Gib mir einen Punkt I

Gib mir einen Punkt II - c   Gib mir einen Punkt II - a
Gib mir einen Punkt II

Trophäe - a   Trophäe - b
Trophäe

Die ruhige Kugel auf der langen Bank - a Die ruhige Kugel auf der langen Bank - b
Die ruhige Kugel auf der langen Bank


   
Table Dance

Über Düsseldorf - a   Über Düsseldorf - b
Über Düsseldorf

Sandro Antal fertigt seine Arbeiten überwiegend aus Stahl und schafft auf diese Weise eine Verbindung zum Ruhrgebiet als bedeutender Standort der Schwerindustrie. In seinen Metallskulpturen ist aber auch die Kraft eingeschrieben, die zur Verarbeitung des Materials nötig ist. Arbeits- und Verfahrensspuren legen davon sichtbar Zeugnis ab. Zudem steht Metall für Dauerhaftigkeit, Stabilität und Schwere. Das sind Eigenschaften, mit denen Sandra Antal bisweilen spielt, indem er einige seiner Skulpturen unvermutet in fragilen Balancen hält. So etwa seine eher spielerischen auf Archimedes bezogenen Arbeiten „Gib mir einen Punkt“ aus schlichten Metallwürfeln oder seine von Naturformen inspirierten „Wandersteine“, die er gegen die Gesetze der Schwerkraft aufbaut. Die Wandersteine, die bereits in Tokyo, Heidenheim, im Düsseldorfer mkp und im niederländischen ’s-Hertogenbosch zu sehen waren, sind verwandt mit den Eisensteinen, mit denen Sandro Antal den Platz vor dem Polizeipräsidium in Bonn-Duisdorf und die Skulpturenwiese an der Rottmannsiepe in Gelsenkirchen Buer gestaltete.

Wie bei der Wahl des Werkstoffes entlehnt Sandro Antal auch seine Formen dem direkten Lebensumfeld: Zum einen sind es organische Gebilde nach dem Vorbild der Natur, die er wie bei „Rolling Sun für Düsseldorf und Gelsenkirchen oder „Über Düsseldorf“ für Willich teils auch hochglänzend farbig fasst und ihnen gleichsam eine farbige Aura verleiht, die optisch die äußeren Grenzen der Plastik zum Raum verschleift. Zum anderen setzt er wie bei der hochaufragenden „Trophäe“ Metallteile aus dem Industriekontext kollageartig zu neuen Gebilden zusammen, die dann aber doch auch an Vertrautes erinnern. Humor spielt bei allen Arbeiten von Sandra Antal eine große Rolle. Die Titel spielen mit geläufigen Sprichwörtern und Redewendungen und weisen dem Betrachter die grobe Richtung, um sich in die skulpturalen Fantasien einzudenken.

THEATER TRIFFT SKULPTUR, geboren in Budapest (Ungarn), ist gelernter Schildermaler und Werbegrafiker. Nach seiner Flucht aus Ungarn besuchte er von 1974 bis 1981 die Kunstakademie Düsseldorf, an der er zwischen 1981 und 1985 als Lehrbeauftragter für Metallbildhauerei tätig war. Von 1986 bis 1989 arbeitete er als Lehrbeauftragter für die Universität-Gesamthochschule Essen. Im Jahr 1993 war er Gastprofessor an der FH Aachen. 1996 leitete er einen Workshop des Goethe-Institutes auf Lagos in Nigeria. Seine Skulpturen findet man im öffentlichen Raum u.a. Bonn, Darmstadt, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Heidenheim an der Brenz, Herne und Remscheid. Sandro Antal lebt und arbeitet in Düsseldorf.


THEATER TRIFFT SKULPTUR ist das neuste Kunstprojekt in Willich, wo Kultur einen besonderen Stellenwert besitzt. Neben Musik und Kabarett sind vor allem die Schlossfestspiele Neersen ein überregionaler Magnet, der jedes Jahr immer mehr Menschen anzieht. Aber auch im Bereich Bildender Kunst hat sich einiges getan. Die GALERIE SCHLOSS NEERSEN, die sich über die Jahre als beachteter Ausstellungsraum etablieren konnte, hat in den letzten Jahren durch ein überarbeitetes Konzept ihr Profil erfolgreich geschärft. Dabei steht ein regionaler Bezug im Fokus, was sich bei der reichen Kulturlandschaft in und um Willich mit der Nähe zur Düsseldorfer Akademie anbietet. So begreift sich die GALERIE SCHLOSS NEERSEN mit ihren vier jährlichen Ausstellungen als Ort, der sowohl arrivierte Positionen präsentiert, als auch neuen, jungen Ansätzen ein Forum bietet.

THEATER TRIFFT SKULPTUR ist eine jährlich wechselnde Präsentation von Skulpturen parallel zu den Festspielen. Rund ums Schloss Neersen sind in diesem Jahr von Juni bis September Stahlarbeiten des Bildhauers Sandro Antal zu sehen.

THEATER TRIFFT SKULPTUR knüpft an die Tradition des Skulpturenparks Schloss Neersen an, der 1994 auf Initiative des Willicher Galeristen Friedhelm Hüter begründet und seitdem kontinuierlich erweitert wurde. Die Kulisse dafür bildet der weitläufige Schlosspark, der 2002 zur Landesgartenschau als englischer Landschaftsgarten nach dem Vorbild des berühmten Gartenarchitekten Maximilian Friedrich Weyhe (1775-1846) wiederhergestellt wurde. Heute verteilen sich auf dem vom Schlossgraben umrahmten Gartengelände zwischen stattlichen Baumgruppen, spiegelnden Wasserflächen, beeindruckenden Rhododendren und Azaleen über zwanzig zeitgenössische Skulpturen. Ist der Schlosspark allein schon ein reizvolles Naherholungsziel, so wird durch die Verbindung von Kunst und Natur ein besonderes Kulturerlebnis möglich.


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„Zeit für Table Dance“, H 1320 mm, Ø 780 mm, Stahl – KH-Lack, 2016

primavera

Primavera
Entstehungsjahr 1989
Stahl, mehrteilige Skulptur
Sammlung Dr. Beindorf, Krefeld


Teilnahme an der Gemeinschaftsjubiläumsausstellung
in den Flottmannhallen

„30 hoch“
152 Künstlerinnen und Künstler
30 Jahre Kunst in Flottmann
Eröffnung: 3. September 2016, 17 Uhr
Finissage und Katalogpräsentation: 16.Oktober 2016 11:30 Uhr
Ausstellungsdauer: bis 16. Oktober 2016

Mein Beitrag

Die große Falle

Die große Falle

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